Runderneuerte Energiezentrale Jeannette-Wolff-Str. geht ans Netz

In Randlage des Berliner Ortsteils Rudow verfügt die BTB über ein Gebäude, welches über längere Jahre vermietet war. Das Besondere des Baus liegt in seinem hybriden Charakter: Während einen oberirdisch ein Büro- und Verwaltungsgebäude mit großzügigen, freundlichen Büroflächen empfängt, besteht dessen Unterwelt aus einem unerwartet großen, mit Energietechnik prall gefüllten Raum, in den man über eine sehr lange Kellertreppe hinabgelangt.

Nach Auszug des Mieters und einiger Zeit des Leerstands hat die BTB ein neues Konzept für das Gebäude entwickelt. So wird das auch personell wachsende Unternehmen die Büroetagen nach einem umfangreichen Umbau ab dem nächsten Jahr selbst nutzen.

Und da die BTB ohnehin weitere Erzeugerkapazitäten für ihr wachsendes Fernwärmenetz benötigt, wurde der üppig dimensionierte Heizungskeller im Rahmen der Fernwärmeausbaustrategie zur neuen Energiezentrale umgerüstet. Das dort erzeugte Heißwasser strömt nach den erfolgten TÜV-Abnahmen seit Oktober nun zunächst im Probebetrieb in die Leitungen des Fernwärmeverbundnetzes der BTB.  

Das technische Konzept der Energiezentrale sieht drei Komponenten vor. Zuerst wurde ein neuer Spitzenlastkessel mit 10 MW thermischer Leistung und zusätzlichem Brennwertwärmetauscher eingebaut. Danach folgte ein Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von 410 kW elektrisch und 650 kW thermischer Leistung und zum Schluss eine Wärmepumpe mit ca. 1 MW thermischer Leistung. Zusätzlich hängt noch das Nahwärmenetz des umliegenden Wohnquartiers mit an der Anlage.

In mehreren Lagen übereinander winden sich jetzt Rohre durch den Raum: “Es war ziemlich anspruchsvoll, die gesamte Technik des aufwändigen Energiekonzeptes hier unterzubringen,“ blickt Projekt- und Bauleiter Christian Sattler auf die turbulente Bauzeit zurück, die phasenweise auch durch coronabedingte Verzögerungen geprägt war.

Besonders stolz sind alle Beteiligten aus Planung, Technik und Controlling auf die große Wärmepumpe: “Diese Komponente sorgt für eine besondere Effizienz und Nachhaltigkeit, da durch die Nutzung der Kondensationswärme der Nutzungsgrad der gesamten Anlage wesentlich verbessert wird,“ freut sich Christian Sattler.